Einst versprach der technologische Fortschritt, das Leben zu erleichtern, Wohlstand zu sichern und Teilhabe zu ermöglichen. Heute zeigt er sich aber oft als Treiber von Entfremdung: Wir hetzen schneller von A nach B, belegen Städte mit Parkraum und verbrauchen Energie, während Lebensqualität, Gemeinschaft und Natur auf der Strecke bleiben. Und in Zukunft? Bei unserem Forum Mobilität treffen höchst unterschiedliche Stimmen aufeinander: Der Wiener Verkehrsplaner Hermann Knoflacher, ein streitbarer Kritiker der automobilen Gesellschaft, der die Flächen- und Gesundheitsfolgen der autogesteuerten Städte aufzeigt und Martin Tajmar, Direktor des Instituts für Luft- und Raumfahrttechnik an der TU Dresden, der aus dem Feld der Raumfahrt und Antriebstechnik Perspektiven von technologischer Radikalität bis zu ethischen Fragen des Fortschritts mitbringt.
Gemeinsam diskutieren sie: Welche historischen, sozialen und physikalischen Einsichten helfen, Mobilität neu zu denken? Und welche konkreten Schritte können Städte und Bürger heute gehen, um Fortschritt wieder als echten Gewinn für Gesellschaft und Natur zu gestalten?